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Windows XP ist am Ende – Sie auch?

In den letzten Wochen hat die Einstellung von XP in den Büros für Furore gesorgt. Die Software, die solange auf den Rechnern gelaufen ist muss nun umgestellt werden. Aber Niemand muss in Panik ausbrechen wenn Microsoft den Service einstellt, sagt Thomas Uhlemann von ESET Deutschland aus Jena.

Nur der er Support endet, aber Windows XP läuft weiter

 

Das Gute vorneweg: Natürlich kann Windows XP weiterhin genutzt werden. Microsoft stellt „nur“ die Aktualisierungen des Betriebssystems ein. Das Unternehmen aus Redmond merzt also neu gefundene Fehler nicht aus und schließt auch keine Sicherheitslücken mehr. Obwohl der Service-Ruhestand seit Jahren bekannt ist, haben viele Betriebe noch keine Maßnahmen ergriffen: Knapp 30 Prozent aller Rechner in Deutschland laufen noch mit Windows XP.

 

Die Technik und Sicherheit ist nicht auf dem aktuellen Stand

In den letzten 15 Jahren hat sich die IT-Landschaft dramatisch verändert. Sowohl in Fragen der Technik als auch der Sicherheitsanforderungen kann Windows XP nicht mehr mithalten. Beispielsweise fehlen benötigte Basiskomponenten wie das sogenannte ASLR („Speicher-Adress-Verwürfelung“). Auch die komplette Integration des Internet Explorers in Windows XP ist nicht up-to-date. Jede Sicherheitslücke des Browsers stellt zugleich eine Bedrohung des Betriebssystems dar.

 

Unser Tipp: Wie Unternehmen jetzt reagieren sollten

Gerade im Unternehmensumfeld gibt es keinen „Königsweg“ für die optimale Reaktion auf das Service-Ende von XP. Je nach Einsatzort – ob im Büro oder der Fertigung – bieten sich verschiedene Möglichkeiten an.

 

WINDOWS 7/8: Der Umstieg auf die aktuellen Windows-Versionen gelingt relativ einfach. Über den „Kompatibilitätsmodus“ oder über Virtualisierungen können auch Programme weiter genutzt werden, die zwingend XP voraussetzen.

 

LINUX: Wer die Kosten einer Neuanschaffung scheut, sollte einen Blick auf moderne Linux Distributionen werfen. Office-Anwendungen gibt es meist kostenfrei oder gegen geringe Gebühr. Die Bedienung gleicht oftmals den bekannten Office-Produkten und lässt sich schnell erlernen.

 

XP beschränken: Wenn ein Umstieg, wie z.B. in Produktionsumgebungen, nicht möglich ist, muss Windows XP konsequent beschränkt werden. Ein stark reduzierter oder sogar eingestellter Zugriff auf das Internet und Wechselmedien drängen sich auf.